Ägypten - eine frühe Hochkultur


Bevor die Pyramiden in Ägypten gebaut wurden, lebten dort auch schon Menschen. Schon 5500 v. Chr. war die Jungsteinzeit im Niltal voll entwickelt. Was bedeutete dies? Die Menschen waren sesshaft, betrieben Ackerbau, züchteten Tiere und betätigten sich künstlerisch. So entstanden erste Siedlungen und die Menschen bauten die ersten Bewässerungssysteme, die ihnen den Ackerbau leichter machten. Etwa um die Zeit von 3100 v. Chr. fand die Einigung Ägyptens zu einem Staat statt. Das war also 5000 Jahre vor unser Zeit. Ganz schön lange her.

Altes Reich oder die Zeit der Pyramiden


Vor ca. 4500 Jahren kamen in Ägypten die Könige der 3. Dynastie an die Macht und damit begann das Alte Reich. Das "Alte Reich" wird auch oft als das "Pyramidenzeitalter" bezeichnet, denn die Pharaonen haben in dieser Zeit ihre Gräber in Pyramiden verlegt. Und wer an Ägypten denkt, denkt ja sofort an Pyramiden.

Diese Zeit wird in der Forschung auch als "goldenes Zeitalter" bezeichnet und dauerte ca. 500 Jahre. Vielen Menschen in Ägypten ging es während dieser Jahre sehr gut, deshalb nennt man diese Phase eine „Zeit des Wohlstandes“.

Mittleres Reich

Die zweite große Epoche des Ägyptischen Reiches wird auch als das Mittlere Reich bezeichnet. Die Zeit der großen Pyramiden Ägyptens war vorbei. Wichtig für diese Zeit ist, dass sich Ägypten in dieser Zeit weiter nach Süden ausdehnte bis in ein Land namens Nubien.

Geherrscht haben zu dieser Zeit in Ägypten die Pharaonen der 11., 12. und der 13. Dynastie. Manche Pharaonen ließen sich noch in Pyramiden bestatten, aber keine dieser Grabstätten erreichte die Ausmaße der Pyramiden des Alten Reiches.


Neues Reich - Die Zeit der berühmtesten Pharaonen


Das Neue Reich in Ägypten umfasst die Zeit von 1550 (1570) v. Chr bis ca. 1070 v. Chr. und ist neben der Pyramidenzeit die bekannteste der ägyptischen Epochen.
In dieser Zeit herrschten die Pharaonen der 18., 19. und der 20. Dynastie. Die berühmtesten Pharaonen und Pharaoninnen dieser Zeit waren die Königin Hatscheptsut, der Pharao Echnaton und seine Frau Nofretete und Tutanchamun. Und wer war der bedeutendste aller Pharaonen? Der hieß Ramses II. Viele bekannte Bauwerke sind in der Zeit des Neuen Reiches in Ägypten entstanden und Ägypten dehnte sich weit über seine bisherigen Grenzen aus.


Spätzeit - Fremde auf dem Pharaonenthron


In der so genannten Spätzeit in Ägypten gelangten Fremde, also Nichtägypter, auf den Pharaonenthron. Das waren zunächst die Assyrer, die wieder vertrieben wurden. Im Anschluss eroberten die Perser das Land und fügten Ägypten dem größten Reich der damaligen Zeit hinzu, dem Persischen Reich. Erst 332 v. Chr. gelang es einem Krieger die Perser wieder aus Ägypten zu vertreiben. Das war aber kein Ägypter, sondern ein Grieche: Alexander der Große. Ägypten wurde Teil des großen Alexanderreiches.



Ptolemäerzeit


von 332 v. Chr. bis 30 v. Chr.
Alexander der Große hatte Ägypten seinem Weltreich einverleibt. Die Ägypter freuten sich darüber, dass der Makedonenkönig sie von der Herrschaft der Perser befreien konnten. Nach dem frühen Tod Alexanders im Jahre 323 v. Chr. übernahm Ptolemaios die Herrschaft. Ptolemaios war ein General Alexanders des Großen. Die von Alexander gegründete Stadt Alexandria entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum der Kultur und der Künste. Berühmt wurde die Bibliothek von Alexandria, eines der Sieben Weltwunder der Antike, die allerdings zerstört wurde. Die letzte Herrscherin aus dem Geschlecht der Ptolemäer war Kleopatra. Nach ihrem Tode wurde Ägypten zu einem Teil des Römisches Reiches. Die über 3000 Jahre währende eigenständige Geschichte dieser frühen Hochkultur endete damit.