Die griechische Mythologie


Quellen

-Mythische Inhalte finden sich in fast jeder Gattung der antiken griechischen Literatur
-nach griechischer und römischer Meinung charakteristisch für die dichterische Fiktio.
-Epik, Chorlyrik und Tragödie waren die bevorzugten Gattungen, ab dem Hellenismus treten vermehrt Sammlungen hinzu.
-älteste erhaltenen Texte sind die kyklischen Epen Homers und die Götterepen Hesiods.

- In griechischer Geschichtsauffassung reicht die historische Zeit bis in die mythische Zeit zurück
- weitere wichtige Quellen, die nicht als Dichtung verstanden wurden, sind daher die Schriften der Historiker
- ab5. Jahrhundert v. Chr. entstanden die ersten mythographischen Werke, in denen Genealogien aufgestellt und mythische Stoffe mit anderen Berichten verglichen wurden
- bedeutende Werke: hellenistische Bibliotheke des Apollodor und die Fabulae des kaiserzeitlichen Hyginus
- weitere Quellen sind noch thematische Sammlungen wie die Katasterismen des Eratosthenes von Kyrene oder die Metamorphosen des Ovid

- neben schriftlichen Quellen geben auch bildliche Darstellungen Auskunft über griechische Mythen
- Darstellungen mythischer Szenen auf griechischen Vasen nehmen bis zu den attisch-rotfigurigen Vasenbildern des 5. Jahrhunderts an Umfang und Komplexität zu
- bedeutend sind diese bildlichen Quellen vor allem, da durch sie einige Mythen deutlich früher belegt sind als durch schriftliche Quellen
- von besonderer Bedeutung sind Darstellungen, die durch Attribute oder Inschriften eindeutig als mythisch gekennzeichnet sind
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Die Theogonie


- die ersten Götter in der griechischen Mythologie waren Personifikationen von Teilen der Welt oder grundlegenden Prinzipien
- zwischen der Entstehung der Welt und der Entstehung der Götter ist nicht zu unterscheiden
- zahlreiche Mythen handeln von ihrer Entstehung, jedoch keine konnte sich als allgemein gültig durchsetzen
-die am weitesten verbreitete Schöpfungsgeschichte ist Hesiods Theogonie, in der erstmals der Versuch unternommen wurde, aus verschiedenen Mythen eine umfassende Genealogie der Götter zu erstellen


- in der Theogonie wird das Chaos an den Anfang gestellt, aus dem als erste Göttergeneration die Erde Gaia, die Unterwelt Tartaros, die Liebe Eros, die Finsternis Erebos und die Nacht Nyx entstehen
- aus der Verbindung von Nyx und Erebos gehen der Tag Hemera und die Luft Aither hervor
- Nyx bringt aus sich selbst eine Reihe von Gottheiten hervor, die entweder Personifikationen von mit der Nacht assoziierten Phänomenen oder von menschlichen Übeln sind
- größter Teil der griechischen Götterwelt wird auf Gaia zurückgeführt, die aus sich selbst das Meer Pontos, die Berge Ourea und den Himmel Uranos hervorbringt
- mit Uranos hat sie eine Viehlzahl weiterer Nachkommen
- neben der Herkunft der Götter wird in der Theogonie von der Abfolge der Herrschaft über die Welt erzählt, die in den meisten griechischen Entstehungsmythen eine zentrale Rolle spielt
- erster Herrscher über die Welt, Uranos, wird von seinem Sohn, dem Titanen Kronos entmannt und entmachtet, woraufhin die Titanen über die Welt herrschen
- die Titanen werden wiederum von Kronos Sohn Zeus gestürzt, im Anschluss beginnt die Herrschaft der olympischen Götter
- Zeus sichert seine Herrschaft, indem er seine schwangere Frau Metis auffrisst, da es deren ungeborenem Sohn bestimmt gewesen wäre, die Stelle von Zeus einzunehmen

Die großen Gottheiten


Mit dem Sturz des Kronos durch seinen Sohn Zeus beginnt die Herrschaft der Olympier. Diese sind:

  • Zeus,
  • die fünf Geschwister des Zeus
Hera, die Göttin der Ehe und Niederkunft; Hades, der Totengott und Herrscher über die Unterwelt; Hestia, die Göttin des Familien- und Staatsherdes; Poseidon, der Gott des Meeres; Demeter, die Göttin der Fruchtbarkeit.
  • die zehn göttlichen Kinder des Zeus:
mit Hera: Ares (Gott des Krieges), Hephaistos(Gott des Feuers und der Schmiede), Hebe (Göttin der Jugend) und Eileithyia (Göttin der Geburt)
mit Leto: Artemis (Göttin der Jagd und des Waldes) und Apollon (Gott des Lichts und der Heilung)
mit Maia: Hermes (Schutzgott des Verkehrs und der Reisenden)
mit Methis: Athene (Göttin der Weisheit, Strategie und des Kampfes)
mit Demeter: Persephone (Toten-, Unterwelt- und Fruchtbarkeitsgöttin) Mit ihr zeugte ihr Vater Zeus Zagreus,
sowie Dione die (jüngere) gewöhnliche Aphrodite (Göttin der Schönheit)

  • Zwei Kinder des Zeus von sterblichen Frauen, die später in den Olymp aufgenommen wurden:
mit Alkmene: Herakles
mit Semele: Dionysos
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Homer


Der Name "Homer" bedeutet im altgriechischen auch "Geisel".
Homer gilt als Autor der Ilias und Odyssee und damit als erster Dichter des Abendlandes. In der Antike wurden ihm weitere Werke wie die Homerischen Hymnen zugeschrieben, während andererseits immer wieder bezweifelt wird, ob Ilias und Odyssee überhaupt von einer einzigen historischen Person namens Homer verfasst worden sind. Unbestritten ist die unermessliche, bis heute andauernde Wirkung Homers, der schon in der Antike als der Dichter schlechthin galt.
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Sein Leben


Schon in der Antike wurde über Homers Person und Herkunft diskutiert: Smyrna, Athen, Ithaka, Pylos, Kolophon, Argos und Chios beanspruchten, als sein Geburtsort zu gelten. Eine der Legenden sagt, er sei am Fluss Meles als uneheliches Kind geboren worden und sein ursprünglicher Name habe Melesigenes („Der vom Meles Herstammende“) gelautet. Er starb vermutlich auf der Insel Íos.

Während über Homers Vater Unklarheit herrscht, sind sich mehrere Quellen einig, dass seine Mutter Kreitheïs hieß. In der Antike wurde er oft als blinder Greis dargestellt. Trotz dieser schon damals regen Hypothesenbildungen über seine Herkunft, sein Aussehen und seine Lebensdaten ist bis heute nicht einmal ganz geklärt, ob eine historische Person „Homer“ überhaupt existiert hat.

Die Odyssee


Inhalt der 24 Bücher der Odyssee, die einen Handlungszeitraum von zehn Jahren umfassen, sind die Irrfahrten des griechischen Helden Odysseus nach Ende des Trojanischen Krieges, bevor er schließlich zu seiner Gattin Penelope heimkehrt.


Die Übersetzung der Odyssee


Sage mir, Muse, die Taten des vielgewanderten Mannes,
Welcher so weit geirrt, nach der heiligen Troja Zerstörung,
Vieler Menschen Städte gesehn, und Sitte gelernt hat,
Und auf dem Meere so viel unnennbare Leiden erduldet,
Seine Seele zu retten und seiner Freunde Zurückkunft.
Aber die Freunde rettet’ er nicht, wie eifrig er strebte;
Denn sie bereiteten selbst durch Missetat ihr Verderben:
Toren! welche die Rinder des hohen Sonnenbeherrschers
Schlachteten; siehe, der Gott nahm ihnen den Tag der Zurückkunft.
Sage hievon auch uns ein weniges, Tochter Kronions.

Berühmte griechische Mythen


- Minos und der Minotauros
- Philemon und Baucis

Referat-Quellen


http://www.mythologica.de/
http://www.kreienbuehl.ch/lat/altgriechisch/homerbio.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Home
http://de.wikipedia.org/wiki/Griechische_Mythologie