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Die Mykenische Kultur, die als eine der ersten Hochkulturen des europäischen Festlandes bezeichnet wird und sich nach dem Untergang der kretischen Minoer um 1700 v. Chr. bildete, lässt sich in die drei Zeitabschnitte Frühzeit, mittlere Zeit sowie Spätzeit unterteilen, die zusammen circa um 1700 v. Chr. anfingen und bis ins 11. Jahrhundert v. Chr. hinein bestanden und den späthelladischen Hauptphasen (SH I, II und III) entsprechen, die sich ebenfalls nochmal unterteilen lassen.



Frühzeit

Die Frühzeit der mykenischen Kultur lässt sich in etwa auf 1700-1600 v. Chr. (SH I) datieren. In dieser Zeit übernahmen die Mykener viele Elemente der minoischen Kultur wie Architektur, Kanalisations- und Brückenbau, Keramik Spiralmustern, Doppeläxten und Mode. Nach Griechenland kamen auch ägyptische Einflüsse, die beispielsweise die Einführung von reichen Grabbeigaben, wie Schmuck oder Straußeneiern hervorbrachte. Erstreckt hat sich die mykenische Kultur über den gesamten südlichen Raum Griechenlands und Charakterisierte die Zivilisation durch Städte wie z.B. Korinth, Pylos, Tiryns, das böotische Theben oder Mykene. Beherrscht wurden diese und auch andere Städte von Königen, die Paläste innerhalb massiver Mauern auf leicht zu verteidigenden Berggipfeln bewohnten.




Mittlere Zeit

Die mittlere Zeit dieser Bronzezeitkultur lässt sich circa auf 1600-1400 v. Chr. (SH II) datieren.
In dieser Zeit wurden die Schachtgräber teilweise durch Tholos-Gräber, auch Kuppelgräber genannt, ersetzt. Darüber hinaus wird offenbar Kreta von Festlandgriechen erobert und somit die Träger der mykenischen Kultur die gesamte Inselwelt, mit Rhodos, die Hauptinsel der griechischen Inselgruppe Dodekanes, sowie Milet, eine antike Stadt die auf einer Landzunge in der Einfahrt des Golfes lag, an der kleinasiatischen Westküste kontrollieren. Außerdem ist nicht klar, ob – und wenn ja, zu welcher Zeit – ein größeres mykenisches Reich existierte oder ob es, was wahrscheinlicher ist, mehrere voneinander unabhängige mykenische Kleinstaaten mit zugehörigen Palastzentren bzw. Festungen gab. Durch Tontafel, in Linearschrift-B geschrieben, weiß man, dass es um 1200 v. Chr. mehrere unabhängige "Staaten" auf dem Festland gab. Normalerweise geht man davon aus, dass diese monarchisch organisiert waren, jedoch zweifelt der Althistoriker Tassilo Schmitt an dieser Aussage und veröffentlichte 2009 die These, dass ''wa-na-ka'' nicht, wie meist vermutet, der Titel eines mykenischen Monarchen, sondern vielmehr ein Name einer Gottheit gewesen ist.



Spätzeit

Die Spätzeit der mykenischen Kultur ging circa von 1400 v. Chr. bis 1050 v. Chr. Die ersten 200 Jahre dieses Abschnittes, stellten den Höhepunkt der Kultur dar. Unter anderem wird mykenische Keramik in viele Gegenden des Mittelmeerraums exportiert.
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Jedoch wurden kurze Zeit später einige Siedlungen, vor allem die Großstädte der mykenischen Kultur zerstört. Die Ursache dafür ist bis heute ungeklärt. Dennoch setzt sich die mykenische Kultur, auch wenn dies nur auf niedrigem Niveau, eindeutig fort. Aber auch in dieser Zeit kam zu
es immer wieder Zerstörungen auf dem Festland. Aus diesem Grund wurden teilweise die Siedlungen an unwirtlichen, aber gut geschützten Orten angelegt. Auch die meisten Palastzentren, wie Mykene und Tiryns, werden weiter besiedelt. Hier rechts eine Karte die den Alten Orient im 13. Jh. v. Chr. zeigt.



Mykene, Sagen & Entdeckungen


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Während den ersten Ausgrabungen wurden, neben Schachtgräbern, auch das von den Entdeckern so benannte Löwentor (Haupttor) der Stadt Mykene entdeckt, dass circa um 1250 v. Chr. erbaut worden sein soll und heute dem König Atreus zugeschrieben wird. Links ein Bild des Löwentors von Mykene.




















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Die Namensgebung hat diese Bronzezeitkultur
durch ihren Entdecker Heinrich Schliemann erhalten, der diese nach der größten und auch mächtigsten Stadt Mykene benannte, dessen Ruinen südlich von Korinth liegen. Heinrich Schliemann wurde am 6. Januar 1822 in Neubukow geboren und verstarb am 26. Dezember 1890 in Neapel.Er war ein deutscher Kaufmann und Pionier der Feldarchäologie.










Erst im Jahre 1952 Jahren weiß man durch die Entzifferung der Linearschrift B, die aus der kretischen Schrift entwickelt wurde, dass die Bewohner des griechischen Festlandes eine frühe Form von Griechisch sprachen und auch schrieben. Bis jetzt sind etwa 90 Silbenzeichen, 160 Zeichen mit Wortbedeutung sowie diverse Zahlz
eichen dieser Schrift bekannt.

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In der griechischen Sage wird Perseus als Gründer von Mykene genannt. Während einer Reise erfrischte sich Perseus an dem, in einem Hut befindlichen, Wasser und gründete dort, wo dieser stand, die Stadt Mykene.



Es gibt allerdings noch eine zweite Version, wie Mykene gegründet worden sein könnte. Demnach soll die Stadt von Mykeneos gegründet worden sein, der als Sohn des Sparton und Ekel des Phoroneos gilt, dem sagenhaften Gründer von Argos. Neben Perseus soll es noch elf weitere Könige von Mykene, im Laufe von zwei Jahrhunderten, gegeben haben. Nach Perseus, in dieser Reihenfolge: Elektryon, Amphitryon, Sthenelos, Eurystheus, Atreus, Thyestes, Aigisthos, Aletes oder Menelaos, Orestes und Tisamenos.



external image Treasury_of_Atreus_Entrance_Mycenae.jpgEine der Elemente, die die mykenische Zeit definieren,
waren, bzw. sind die Schachtgräber, die circa um 1600 v. Chr. erstmals angelegt wurden. Ihre Grabbeigaben weisen einen immensen Reichtum der Oberschicht auf.
Diese wurden später, wie schon erwähnt, von Kuppelgräbern ersetzt.


Das sogenannte „Schatzhaus des Atreus“ wird heute als das prachtvollste Kuppelgrab oder auch Königsgrab von Mykene genannt, dass circa 1300 bis 1250 v. Chr. erbaut worden sein soll. Die Höhe der Kuppel beträgt 13,20 Meter, ihr Durchmesser 14,50 Meter. In dem Grab befindet sich zudem noch eine verschlossene Tür, die zu einem in den Fels gehauenen Nebenraum mit Kammergrab führt, dass jedoch nach dem öffnen bereits geplündert wurde. Im nachfolgenden Video könnt ihr euch das „Schatzhaus des Atreus“ näher anschauen.














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Darüber hinaus tritt in dieser Zeit erstmals
mykenische Keramik auf, die hellgrundig mit dunklem Firnis (ein Schutzanstrich) ist. Die bekannteste Vase, die der

mykenischen Kultur zuzuordnen ist, ist die sogenannte Kriegervase (Bild rechts), die auf circa 1200 v. Chr. datiert wird, auf der unter anderem bewaffnete Krieger zu sehen sind.






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Außerdem weiß man nach heutigen Erkenntnissen, dass die Goldmaske, die von Schliemann dem König Agamemnon zugeordnet wird, auf das Jahr 1500 v. Chr. zu datieren ist und deshalb diese nicht Agamemnon zuzuordnen ist, weil dieser erst später in der mykenischen Kultur lebte und herrschte. Es wird eher davon ausgegangen, dass die Goldmaske zu einem Grab eines mykenischen Fürsten gehörte.












Fragen über den jetzigen Wissensstand!


Auf welche Zeit wird die Mykenische Kultur der Frühzeit datiert?

K - 1340-1840 n. Chr.
M - 1580-1480 v. Chr.
T - 1920-1630 v. Chr.


Wer war Heinrich Schliemann und was entdeckte er?

u - Ein Seefahrer, der Amerika entdeckte.
a - Ein Rockstar, der die Axt entdeckte.
y - Ein Feldarchäologe, der Mykene entdeckte.


Welche zwei Versionen bzw. Gründer von Mykene gibt es nach heutigen Erkenntnissen?

l - Nostradamus und Napoleon
k - Perseus und Mykeneos
e - Zeus und Medusa

Was wurde im Jahre 1952 entfiffert?

p - Linearschrift A
e - Linearschrift B
z - Linearschrift C


Was wurde um 1600 v. Chr. erstmals angelegt?

n - Schachtgräber
b - Brunnen
v - Marktplatz


Wem ordnete Heinrich Schliemann die Goldmaske zu?

d - Hermes
a - Homer
e - Agamemnon


Die Buchstaben vor den richtigen Antworten ergeben zusammen den Namen einer griechische Stadt!



Antwort: ǝuǝʞʎɯ