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Sparta und der Peleponnesische Krieg

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431 v. Chr. bis 404 v. Chr


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Der Peloponnesische Krieg zwischen dem Attischen Seebund ( geführt von Athen ) und dem Peloponnesischen Bund ( geführt von Sparta ) dauerte von 431 v. Chr. bis 404 v. Chr. an und endete mit dem Sieg der Spartaner.

Der Krieg beendete das klassische Zeitalter Athens, das Zeitalter des Hellenismus folgt. Die Kampfhandlungen umfasste nahezu ganz Griechenland.

Der griechische Historiker Thukydides





- Er war Athener Stratege und ein herausragender antiker Historiker

- stammt aus Athen

- Er notierte den Gesamten Kriegsverlauf und notierte Hintergründe und Ursachen des Krieges

- Er hat den ganzen Krieg notiert, weil er ahnte, dass er sehr wichtig wird.

- Sein Geschichtswerk ist von enormer Bedeutung für das Wissen über den Peloponnesichen Krieg




Sparta


Der Name der Stadt wird mythologisch darauf zurückgeführt, dass der Staatsgründer Lakedaimon seine Hauptstadt nach seiner Frau Sparte benannte.

Männer in Sparta

Die spartanische Erziehung zeichnete sich durch Abhärtung, Kampfsport, Disziplin und dem Verbot aller das Leben erleichternden Bequemlichkeiten aus. Allerdings sind nur wenige konkrete Details bekannt, da nur spätere Quellen davon berichten und diese wohl teils ganz bewusst ein „Idealbild“ darstellten und somit die Realität verzerrten.

Eine recht eigenartige Form der Ausbildung bestand darin, dass junge Spartiaten in einem Wettspiel Essen stahlen. Wer dabei ertappt wurde, erhielt Prügel, weil er zu ungeschickt war und sich erwischen ließ. Ungehorsamkeiten wurden ebenfalls mit Prügel bestraft. Auch wurden sie in der Debattierkunst unterrichtet. Ihre Reden sollten möglichst sachlich und kurz sein.



Frauen in Sparta


Auch die Mädchen wurden zu Härte und Körperbeherrschung erzogen, denn man glaubte, dass starke Frauen auch starke Kinder gebären würden.

Die Frauen Spartas erhielten ihren Status anscheinend nach demjenigen ihres Vaters.
Sie hatte vor allem die Stellung der Neue-Krieger-Gebärenden.
Mädchen erhielten ähnlich wie Jungen eine vom Staat beaufsichtigte Erziehung und erhielten – damals dort durchaus nicht üblich – die gleiche Ernährung wie Jungen.
In höherem Alter (ab etwa 20 Jahren) war der erwünschte Status einer Frau die Ehe.
Ältere unverheiratete Frauen wurden vom Umfeld verspottet – ebenso wie die unverheirateten Männer.

Da die Männer Militärdienst leisteten, übernahmen Frauen den Großteil der Wirtschaft und des Haushalts sowie die Aufsicht über die Bediensteten und die Kindererziehung, bis diese zumindest bei den Jungen mit sieben Jahren vom Staat übernommen wurde.
Dennoch wurden den Frauen keine Bürgerrechte zugestanden, also auch kein formaler politischer Einfluss. Jedoch hatten Frauen aus gehobeneren Schichten durchaus gewissen Einfluss und Entscheidungsgewalt in der Gesellschaft.








Auslöser des Krieges
- Bürgerkrieg zwischen Korinth und Kerkyra, wegen Vorherrschaft im ionischen Meer

- Niederlage von Korinth

- rüstete auf eine riesige Flotte auf

- Athen fürchtete um den Status als größte Seemacht und verbündete sich mit Kerkyra

- Korinth sah eine Verletzung des Friedens und wendete sich an Sparta



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Verlauf des Krieges

Athen: - schwaches Landheer

- starke Flotte

Strategie: - Landschlachten vermeiden
- Bevölkerung hinter langen Mauern schützen

- mit der starken Flotte die Küstenstädte Peloponnes angreifen, Seewege blockieren um so Sparta langsam zu zermürben.


Sparta: - starkes Landheer

- eher schwache Flotte

Strategie: - regelmäßige Überfälle in Attika um Athen in eine offene Feldschlacht zu zwingen

- aufgrund der damaligen Belagerungstechnick war es nocht möglich Sparta
einzunehmen, daher folgte Sparta auch eine Zermürbungsstrategie


- Der regelmäßige Überfall in Attika wiederholte sich Jahr für Jahr. Die Spartaner verwüsteten das Land und zogen nach einigen Wochen wieder ab.
- Athen hingegen kostete der Unterhalt der Flotte, was zu schweren Vorwürfen gegen Perikles (einer der führenden 5 Staatsmänner von Athen) führte, der vorübergehend als Strategos abgesetzt wurde.

-In Athen brach 430 v. Chr. eine Seuche aus, der etwa ein Viertel der Bevölkerung zum Opfer fiel, darunter auch Perikles im Jahr 429 v. Chr.

- In den folgenden Jahren kam es zu keiner Entscheidung, Athen gelang es aber den korinthischen Golf zu blockieren um so große Teile der Flotte lahm zu legen.

- Sparta wagte keine weiteren Einfälle mehr in Attika aufgrund der Sorge von gefangenen Spartiaten.

- Der Aufbau einer eigenen Flotte hatte mehr Rückschläge als Erfolge gebracht.

- neue Strategie: Athen an der Peripherie zu attackieren.

- 424 v. Chr. begann der talentierte spartanische General Brasidas mit seinen Operationen-

- Brasidas, knüpfte Kontakte zu Perdikkas II., dem König von Makedonien, der während des Krieges zwischen Athen und Sparta lavierte, und schloss ein Bündnis mit ihm.

- Den Spartanern gelang es 424 v. Chr. die Einnahme des wichtigsten athenischen Stützpunktes in dieser Region, Amphipolis. Der Lebensnerv Athen wurde getroffen, denn durch diese Region verlief die Getreideroute, die das Überleben von Athen sicherstelle.
Dazu erhielt Athen aus dieser Region Geld und Holz für die Flotte

- Hinzu kam im selben Jahr eine schwere Niederlage der Athener bei Delion in Böotien, wo sie in offener Feldschlacht den Thebanern unterlagen.




Der Nikiasfrieden – eine trügerische Sicherheit

- Sparta sollte seine Gefangenen zurückerhalten und die thrakischen Stützpunkte räumen.

- Athen sollte die peloponnesischen Stützpunkte aufgeben, aber durfte einen der beiden Häfen Megaras behalten.

- Allerdings kam es bald zu Missstimmungen auf beiden Seiten, da nicht alle Vertragspunkte erfüllt wurden.

- beide Seiten blieben stur und niemand kooperierte.

Die Sizilienexpedition

- Alkibiades (war ein bedeutender athenischer Staatsmann, Redner und Feldherr) gewann in der immer mehr Einfluss auf das Volk Sparta

- begeisterte Athen für einen gefährlichen Plan: den Sizilienfeldzug.

Ziel: -Einnahme von Getreide
-Ausdehnung des athenischen Einflussgebiets.



- Schließlich zog unter dem Kommando des Alkibiades, des Nikias (Politiker, Heerführer)und des Lamachos (Feldherr) eine gewaltige Flotte los.
- Alkibiades jedoch wurde noch vor Ankunft des Heeres in Sizilien nach Athen zurückberufen.

- Er soll einen Religionsfrevel verübt haben, daraufhin lief er zum Gegner Sparta über.

- Die Athener belagerten zunächst Syrakus, konnten die Einschließung aber nicht lückenlos durchführen.

- Syrakus erhielt nur Geringe Unterstützung von Sparta.

- Nikias wagte aus Furcht vor dem Zorn der Volksversammlung nicht den Rückzug anzutreten und erhielt Ende 414 v. Chr. noch einmal Verstärkung.

- 413 v. Chr. wurden die Athener ihrer Flotte beraubt die im Hafen von Syrakus im Gefecht vernichtet worden waren.

- Athen trat den Rückzug an, leider viel zu spät. Der Großteil der Truppen geriet auf dem Rückweg in Gefangenschaft.

- Nikias und Demosthenes ( der bedeutendste griechische Redner ) wurden hingerichtet.

Zudem hatte Athen 414 v. Chr. in Kleinasien einen lokalen Rebellen unterstützt, so dass es sich auch mit dem Perserreich anlegte, was schwerwiegende Folgen haben sollte, denn Persien nahm nun Kontakt zu Sparta auf.
In Verhandlungen, wurde etwas ausgehandelt. 412 v. Chr. verpflichtete sich Sparta schließlich, Kleinasien an Persien abzutreten, wofür es im Gegenzug regelmäßige, aber keineswegs besonders umfangreiche Geldzahlungen erhielt.


Das Ende des Krieges

- Nach der Rückkehr des Alkibiades folgte eine Reihe athenischer Siege.
- Alkibiades konnte mehrere abgefallene Städte zurück in den Seebund zwingen.

- 407 v. Chr. nahm der erfahrene spartanische General Lysander (spartanischer Staatsmann und Feldherr) Kontakt mit Kleinasien auf und hatte dort Kontakt zum persischen Prinzen Kyros, der nun in Kleinasien als eine Art Oberkommandierender fungierte.

- Kyros zeigte sich von Lysander tief beeindruckt.
- Persien beendete seine Schaukelpolitik endgültig, und Sparta erhielt nun alles im Überfluss.

- Lysander musste sein Kommando allerdings bald abgeben.
- Der neue Flottenkommandeur Kallikratidas verstand sich nicht gut mit Kyros.
- Sparta gelang es, die athenische Flotte bei Lesbos einzukesseln.
- 406 v. Chr. entsandte Athen die letzte Flotte zur Schlacht.





- Athen bot noch einmal alle Kräfte auf und entsandte eine Entsatzflotte, die die Spartaner bei den Arginusen (einer Inselgruppe in der Ägäis) im Jahre 406 v. Chr. zur Schlacht zwang. Es war die größte Seeschlacht, die sich die Griechen jemals gegeneinander geliefert hatten, und sie endete mit einem glänzenden Sieg für Athen.
- Allerdings kam es aufgrund der unterlassenen Rettung von athenischen Seeleuten zum berüchtigten Arginusenprozess, der mit der Hinrichtung mehrerer athenischer Strategen endete, womit Athen sich selbst aber auch erfahrener Militärs beraubte.

- Die Niederlage bei Aigospotamoi war das Ende für Athen.
- In der Stadt breitete sich Panik aus

- Einheiten wurden nach Samos beordert
- der Rest der Flotte fuhr zu Samos
- 2 spartanische Heere versammelten sich vor Athen

- Die ausgehungerte Stadt Athen musste sich im Frühjahr 404 v. Chr. ergeben.

Das goldene Zeitalter des klassischen Griechenlands wurde durch diesen antiken Weltkrieg, der von Sizilien bis nach Kleinasien getobt hatte und in dem jede größere Macht der Region beteiligt gewesen war, beendet.